Abgezeichnet – der Film der Woche
“Das Leben ist wie Zeichnen, nur ohne Radiergummi.“ – Wieviel Wahrheit in dieser Zeile steckt, beweist der junge Zeichner, der uns in seine eigene Welt entführt. In ihr verschwimmen Traum und Wirklichkeit zu einem untrennbaren Ganzen. Mit etwas Phantasie ist vieles möglich, jedoch nicht alles, wie auch der junge Zeichner feststellen muss.
Abgezeichnet bietet den Filmfans diese Woche ein Filmereignis der besonderen Art. So kommt der Film komplett ohne Dialoge aus, sondern transportiert die Botschaft allein durch die Bilder und die Musik. Man bekommt sogar den Eindruck, dass nicht die verfilmte Geschichte an sich im Vordergrund steht, sondern eher der Gedanke, der hinter dem Konstrukt steht.
Mit einer ungewöhnlichen, aber durchaus ansprechenden Kameraführung gelingt es Maik Viertel, die Emotionen auf den Zuschauer zu übertragen. Doch auch die beiden Protagonisten des Films, Manuel Schneidewind und Marie Lechtschewski, tragen ihren Teil durch ihre unbefangene Art vor der Kamera dazu bei. Drehbuchautor und Regie führte Martin Lechtschewski, dem es gelungen ist, einen Gedanken, den jeder von uns schon ein Mal hatte, gekonnt auf der Leinwand zu inzenieren – unbedingt zu empfehlen, besonders für die sevenload Filmfans.


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